Schweißerhandschuhe – Auswahl & Praxistipps

Gute Schweißerhandschuhe müssen die Hände zuverlässig schützen und gleichzeitig genügend Beweglichkeit für die jeweilige Schweißarbeit bieten. Besonders beim WIG-Schweißen ist für mich ein gutes Tastgefühl wichtig, um Brenner und Schweißzusatz präzise führen zu können.

Aus meiner langjährigen Schweißpraxis zeige ich, worauf es bei Material, Passform und Verarbeitung ankommt, welche Unterschiede zwischen den verschiedenen Schweißverfahren bestehen und welche WIG-Schweißerhandschuhe ich selbst im Arbeitsalltag verwende.

Weitere Produkte und Praxistipps findest du in meiner Übersicht zur [Schweißausrüstung].

Meine Schweißerhandschuhe für WIG: SCAPP Protection Premium

WIG Schweißerhandschuhe

Handschuh für WIG Schweißen

  • Weiches Leder & gutes Tastgefühl
  • Hochwertige Kevlar-Nähte

Warum ich diese WIG-Handschuhe selbst nutze

Beim WIG-Schweißen sind mir gutes Tastgefühl und präzises Arbeiten besonders wichtig. Das weiche Leder bietet dafür eine hohe Beweglichkeit, während die hochwertigen Kevlar-Nähte für eine robuste Verarbeitung sorgen.

Ich nutze die Handschuhe selbst regelmäßig und schätze besonders den guten Schutz der Fingerspitzen bei Wärmeeinwirkung. Meine Einschätzung basiert auf eigener Praxiserfahrung im Schweißalltag.

Meine Erfahrungen mit dem SCAPP WIG-Schweißerhandschuh

Ich nutze die SCAPP WIG-Schweißerhandschuhe selbst bei meinen Schweißarbeiten. Besonders gefällt mir das weiche Leder, da sich Brenner und Schweißzusatz damit präzise führen lassen. Trotz der relativ dünnen und flexiblen Ausführung bieten sie nach meiner Erfahrung einen guten Schutz bei den typischen Wärmeeinwirkungen beim WIG-Schweißen.

Absolut Positiv bewerte ich außerdem die Verarbeitung mit Kevlar-Nähten. Auch bei kurzem Flammenkontakt hat sich das Leder bei mir nicht sofort stark zusammengezogen – ein Verhalten, das ich bei einfacheren Lederhandschuhen bereits anders erlebt habe.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Sehr weiches und flexibles Leder
  • Gutes Tastgefühl beim WIG-Schweißen
  • Hochwertig wirkende Kevlar-Nähte
  • Lange Stulpen zum Schutz von Handgelenk und Unterarm
  • Aus meiner Erfahrung guter Schutz der Fingerspitzen bei typischer Wärmeeinwirkung
  • Für regelmäßige Schweißarbeiten angenehm zu tragen
  • Top – Preis Leistungsverhältnis

Nachteile

  • Als feiner WIG-Handschuh weniger für starke Hitze und größere Mengen Schweißspritzer ausgelegt
  • Weniger robust als dicke MIG/MAG- oder E-Hand-Schweißerhandschuhe
  • Passform und Fingerlänge müssen zur eigenen Hand passen

Welche Schweißerhandschuhe für welches Schweißverfahren?

Je nach Schweißverfahren unterscheiden sich die Anforderungen an Schweißerhandschuhe deutlich. Beim WIG-Schweißen steht die Fingerfertigkeit im Vordergrund, während beim MIG/MAG- und E-Hand-Schweißen ein höherer Schutz gegenüber Wärme und Schweißspritzern wichtiger ist.

WIG-Schweißerhandschuhe

Je nach Schweißverfahren unterscheiden sich die Anforderungen an Schweißerhandschuhe deutlich. Beim WIG-Schweißen steht die Fingerfühligkeit im Vordergrund, während beim MIG/MAG- und E-Hand-Schweißen ein höherer Schutz gegenüber Wärme und Schweißspritzern wichtiger ist.

MIG/MAG-Schweißerhandschuhe

Beim MIG/MAG-Schweißen entstehen in der Regel mehr Schweißspritzer und eine höhere thermische Belastung als beim WIG-Schweißen. MIG/MAG-Schweißerhandschuhe sind deshalb meist kräftiger ausgeführt und bieten mehr Schutz gegenüber Wärme und Spritzern.

Die höhere Materialstärke geht allerdings zulasten der Fingerfertigkeit. Da der Schweißzusatz beim MIG/MAG-Schweißen automatisch über den Brenner zugeführt wird, ist das feine Tastgefühl eines WIG-Handschuhs hier weniger entscheidend.

Handschuhe für das E-Hand-Schweißen

Auch beim E-Hand-Schweißen sind robuste Schweißerhandschuhe sinnvoll. Sie sollten insbesondere vor Wärme, Funken und Schweißspritzern schützen und ausreichend lange Stulpen besitzen.

Hier sollte daher der Schutz gegenüber hoher thermischer Belastung stärker im Vordergrund als maximale Fingerfertigkeit.

Darauf kommt es bei guten Schweißerhandschuhen an

Gute Schweißerhandschuhe müssen zum jeweiligen Schweißverfahren passen. Dabei geht es nicht nur um möglichst dickes Leder: Schutz vor thermischen und mechanischen Einwirkungen, Fingerfertigkeit, Verarbeitung und Passform müssen zum tatsächlichen Einsatz passen.

Leder und Material

Leder wird bei Schweißerhandschuhen häufig eingesetzt, da es robust, hitzebeständig und gleichzeitig ausreichend flexibel sein kann. Je nach Lederart und Materialstärke unterscheiden sich die Eigenschaften jedoch deutlich.

Für feine WIG-Arbeiten bevorzuge ich weiches und bewegliches Leder. Bei Verfahren mit stärkerer Wärmebelastung und mehr Schweißspritzern ist dagegen eine kräftigere Ausführung sinnvoll.

Fingerfertigkeit und Tastgefühl

Besonders beim WIG-Schweißen ist ein gutes Tastgefühl in den Fingern wichtig. Brenner und Schweißzusatz müssen kontrolliert geführt werden können. Zu dicke oder schlecht sitzende Handschuhe können dabei störend sein.

Ein guter WIG-Handschuh sollte deshalb möglichst flexibel sein und gut an der Hand sitzen, ohne die Beweglichkeit unnötig einzuschränken.

Schutz vor Hitze und Schweißspritzern

Die thermische Belastung unterscheidet sich je nach Schweißverfahren erheblich. Beim MIG/MAG- und E-Hand-Schweißen spielen Schweißspritzer und Wärmeeinwirkung meist eine größere Rolle, weshalb entsprechend robuste Handschuhe erforderlich sind.

Beim WIG-Schweißen lässt sich dagegen häufig eine feinere Ausführung verwenden. Dabei sollte jedoch nicht zugunsten der Fingerfertigkeit auf den für die jeweilige Arbeit erforderlichen Schutz verzichtet werden.

Nähte und Verarbeitung

Nähte gehören zu den besonders beanspruchten Bereichen eines Schweißerhandschuhs. Eine saubere Verarbeitung und geeignete, widerstandsfähige Nähte sind deshalb wichtige Qualitätsmerkmale.

Bei meinen SCAPP WIG-Handschuhen gefallen mir beispielsweise die Kevlar-Nähte, die aus meiner Erfahrung einen hochwertigen und robusten Eindruck machen.

Stulpen und Passform

Schweißerhandschuhe sollten gut sitzen, ohne die Beweglichkeit der Finger einzuschränken. Zu große Handschuhe reduzieren das Tastgefühl, während eine zu enge Passform unangenehm ist und die Beweglichkeit beeinträchtigen kann.

Lange Stulpen schützen zusätzlich den Bereich von Handgelenk und Unterarm. Gerade bei Funken und Schweißspritzern ist eine ausreichende Überdeckung mit der Schutzkleidung wichtig.

Schweißerhandschuhe aus Leder – warum Leder verwendet wird

Leder-Schweißerhandschuhe verbinden Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen und thermischen Belastungen mit einer je nach Lederart guten Beweglichkeit. Deshalb eignet sich Leder besonders gut für Schweißarbeiten.

Dabei ist Leder nicht gleich Leder: Dünnes und weiches Leder ermöglicht ein gutes Tastgefühl und eignet sich besonders für WIG-Arbeiten. Kräftigere Lederausführungen bieten dagegen Vorteile bei Arbeiten mit stärkerer Wärmeentwicklung und Schweißspritzern. Entscheidend ist daher nicht möglichst dickes Leder, sondern die zum Schweißverfahren passende Ausführung.

Normen für Schweißerhandschuhe

Für Schutzhandschuhe beim Schweißen ist insbesondere die EN 12477 relevant. Sie legt Anforderungen an Schutzhandschuhe für Schweißer fest und verbindet Anforderungen an den Schutz vor mechanischen und thermischen Gefährdungen.

Dabei werden zwei Ausführungen unterschieden:

  • Typ A: höhere Schutzanforderungen bei geringerer Fingerfertigkeit. Typischerweise für Schweißarbeiten geeignet, bei denen Wärme und Schweißspritzer stärker im Vordergrund stehen.
  • Typ B: höhere Fingerfertigkeit bei entsprechend anderen Schutzanforderungen. Diese Ausführung ist insbesondere für Arbeiten wie das WIG-Schweißen interessant, bei denen eine präzise Handhabung erforderlich ist.

Auf Schutzhandschuhen finden sich außerdem Kennzeichnungen und Piktogramme zu den geprüften Schutzeigenschaften. Relevant sind insbesondere Angaben zum mechanischen und thermischen Schutz. Die erreichten Leistungsstufen können sich von Handschuh zu Handschuh unterscheiden und sollten bei der Auswahl zusammen mit der EN-12477-Kennzeichnung betrachtet werden.

Für die Praxis bedeutet das: Nicht allein auf Begriffe wie „Schweißerhandschuh“ oder die Materialstärke achten, sondern prüfen, für welche Anforderungen der konkrete Handschuh geprüft und gekennzeichnet wurde.

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Häufige Fragen zu Schweißerhandschuhen

Welche Schweißerhandschuhe sind die richtigen?

Die richtigen Schweißerhandschuhe hängen vor allem vom Schweißverfahren ab. Beim WIG-Schweißen sind dünnere, flexible Handschuhe mit gutem Tastgefühl vorteilhaft. Beim MIG/MAG- und E-Hand-Schweißen steht dagegen ein höherer Schutz gegenüber Wärme und Schweißspritzern stärker im Vordergrund.

Wichtig sind außerdem eine passende Größe, gute Verarbeitung und eine für den jeweiligen Einsatz geeignete Schutzkennzeichnung.

Für das WIG-Schweißen eignen sich flexible Schweißerhandschuhe, die ein gutes Tastgefühl ermöglichen. Häufig werden dafür vergleichsweise dünne und weiche Lederhandschuhe verwendet, da Schweißzusatz und Brenner präzise geführt werden müssen.

In meiner eigenen Schweißpraxis bevorzuge ich deshalb weiche Lederhandschuhe mit guter Passform und möglichst wenig Einschränkung der Fingerbeweglichkeit.

Schweißerhandschuhe werden nach EN 12477 in Typ A und Typ B unterschieden. Typ A stellt höhere Anforderungen an bestimmte Schutzeigenschaften, bietet dafür typischerweise weniger Fingerfertigkeit. Typ B stellt höhere Anforderungen an die Fingerfertigkeit und ist deshalb besonders für präzise Arbeiten wie das WIG-Schweißen interessant.

Welcher Typ geeignet ist, richtet sich nach dem Schweißverfahren und der konkreten Gefährdung.

Leder-Schweißerhandschuhe sollten nicht einfach in der Waschmaschine gewaschen werden. Wasser, Waschmittel und hohe Temperaturen können das Leder verändern und sich auf seine Eigenschaften auswirken.

Für Reinigung und Pflege sollten deshalb die Angaben des jeweiligen Herstellers beachtet werden. Stark beschädigte oder nicht mehr sicher verwendbare Schutzhandschuhe sollten ersetzt werden.

Eine feste Lebensdauer für Schweißerhandschuhe gibt es nicht. Der Verschleiß hängt unter anderem vom Schweißverfahren, der thermischen Belastung, der Nutzungshäufigkeit und der Verarbeitung des Handschuhs ab.

Vor der Verwendung sollten insbesondere Leder, Nähte und stark beanspruchte Bereiche kontrolliert werden. Bei Löchern, beschädigten Nähten oder anderen sicherheitsrelevanten Beschädigungen sollten die Handschuhe ausgetauscht werden.

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